Bino- optimerte 30mm Widescan Typ 2 Okulare

Das beidäugige Beobachten läßt das Bild größer und räumlicher erscheinen als dies monokular der Fall ist. Bei Verwendung der meisten Binokular- Ansätze ist jedoch nur die Verwendung von 1 1/4 Zoll Okularen möglich, dadurch wird das maximal wahrnehmbare tatsächliche Gesichtsfeld eingeschränkt.
Dies ist beim Echt- Bino nicht der Fall.

Darum habe ich ein Paar 2- Zoll Zenitspiegel so angepasst, das ich sie an meinem Bino verwenden kann. Der minimal erreichbare Augenabstand beträgt dabei ca. 62mm.

Den Gehäusen mußten die Ecken abgefräst werden, und auch den Spiegeln selbst mußte auf der Rückseite eine kleine Ecke abgeschliffen werden.

Das 30mm Widescan Typ 2 ist mit über 80° scheinbarem Gesichtsfeld angegeben. Tatsächlich ist es nicht möglich, das gesamte Bild zu erfassen ohne das Auge zu bewegen. Die Abbildung ist bei /f6 bis zum Rand scharf, unterhalb von /f5 nimmt die Unschärfe im Randbereich dann stark zu.
So wie das Okular serienmäßig daherkommt, hat es für die Benutzung am Bino einen Nachteil:

Links das Originalgehäuse, rechts das selbstgefertigte

Das Gehäuse ist durchgehend zylindrisch und läßt bei paarweiser Anordnung wenig Platz für die meisten Nasen (Asiaten sind deutlich im Vorteil). Nach dem Zerlegen eines Okulares wurde schnell klar, das hier viel Luft verbaut worden ist. Nach genauem Aufmaß hab ich den Linsen dann neue Gehäuse gedreht, die eine günstigere Form haben:

Damit ist die Beobachtung ein Genuß, die Plejaden z.B. passen jetzt komplett ins Bild. Der vielgerühmte Spacewalk- Effekt ist enorm, da man beidäugig ins All schaut und keine Begrenzung des Gesichtsfeldes sieht. Das die Randschärfe dabei nicht mehr ganz optimal ist, stört mich zumindest kaum.

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